Matrix Product Operators, kurz MPOs, gehören zu den zentralen Werkzeugen moderner Tensor-Netzwerk-Methoden. Sie ermöglichen es, große quantenmechanische Operatoren in einer strukturierten und häufig stark komprimierten Form darzustellen. Besonders wichtig sind sie bei der numerischen Untersuchung eindimensionaler Vielteilchensysteme, bei denen eine direkte Speicherung vollständiger Hamiltonmatrizen bereits für moderate Systemgrößen praktisch unmöglich wird.

Die Grundidee besteht darin, einen globalen Operator nicht als eine einzige riesige Matrix zu behandeln, sondern ihn in eine Kette kleiner lokaler Tensoren zu zerlegen. Diese Tensoren werden über virtuelle Indizes miteinander verbunden. Die dadurch entstehende Struktur ähnelt unmittelbar einem Matrix Product State, mit dem Unterschied, dass ein MPO keinen Quantenzustand, sondern einen Operator repräsentiert.

Damit sind MPOs nicht nur eine kompakte Datenstruktur. Sie bilden zugleich die Grundlage für zahlreiche numerische Verfahren der Quanten-Vielteilchenphysik, darunter DMRG, zeitabhängige Tensor-Netzwerk-Verfahren, Finite-Temperature-Berechnungen und Simulationen offener Quantensysteme.

Bedeutung von Matrix Product Operators

Das Problem des exponentiell wachsenden Hilbertraums

Ein Quantensystem aus vielen lokalen Freiheitsgraden besitzt einen Hilbertraum, dessen Dimension exponentiell mit der Anzahl der Teilsysteme wächst. Besitzt jeder Gitterplatz eine lokale Hilbertraumdimension d und umfasst das System N Plätze, dann gilt für die Dimension des Gesamthilbertraums:

\(\dim(\mathcal{H}) = d^N\)

Ein allgemeiner Operator auf diesem Raum ist eine Matrix mit

\(d^N \times d^N\)

Einträgen. Die Zahl der komplexen Matrixelemente wächst damit wie

\(d^{2N}\)

und wird sehr schnell unbeherrschbar.

Bei einer Spin-Einhalb-Kette ist die lokale Dimension beispielsweise zwei. Bereits bei einigen Dutzend Spins wird die vollständige Darstellung eines allgemeinen Operators extrem speicherintensiv. Klassische exakte Diagonalisierung stößt daher schnell an praktische Grenzen.

Ausnutzung physikalischer Struktur

Die entscheidende Beobachtung lautet, dass physikalisch relevante Operatoren meist keine beliebigen Matrizen sind. Hamiltonoperatoren realer Vielteilchensysteme bestehen häufig aus lokalen oder kurzreichweitigen Wechselwirkungen. Ein Term koppelt also typischerweise nur einen einzelnen Gitterplatz oder einige benachbarte Freiheitsgrade.

Diese Lokalität erzeugt Struktur. Matrix Product Operators nutzen genau diese Struktur aus, indem sie globale Operatoren aus kleinen lokalen Bausteinen zusammensetzen.

Rolle innerhalb von Tensor-Netzwerken

MPOs gehören zur Familie der Tensor-Netzwerk-Darstellungen. Während Matrix Product States Quantenzustände beschreiben, übernehmen Matrix Product Operators die entsprechende Rolle für lineare Operatoren.

Die beiden Konzepte ergänzen sich unmittelbar. Ein Hamiltonoperator kann als MPO und ein Quantenzustand als MPS gespeichert werden. Erwartungswerte, Energieoptimierungen oder Zeitentwicklungen lassen sich anschließend durch Tensor-Kontraktionen durchführen, ohne jemals die vollständige exponentiell große Matrix konstruieren zu müssen.

Mathematische Grundlagen

Lokale Hilberträume

Ein Vielteilchensystem wird zunächst in lokale Teilsysteme zerlegt. Für eine Kette mit N Gitterplätzen lässt sich der gesamte Hilbertraum schreiben als

\(\mathcal{H} = \mathcal{H}_1 \otimes \mathcal{H}_2 \otimes \cdots \otimes \mathcal{H}_N\)

Besitzt jeder lokale Hilbertraum dieselbe Dimension d, so folgt

\(\dim(\mathcal{H}) = d^N\)

Ein Basiszustand des Gesamtsystems kann durch eine Folge lokaler Basisindizes beschrieben werden:

\(|i_1,i_2,\ldots,i_N\rangle\)

mit lokalen Indizes

\(i_k = 1,\ldots,d\)

Operatoren auf dem Gesamtsystem

Ein allgemeiner linearer Operator besitzt die Darstellung

\(\hat{O} = \sum_{\{i_k\},\{j_k\}} O_{i_1\ldots i_N,j_1\ldots j_N}|i_1\ldots i_N\rangle\langle j_1\ldots j_N|\)

Der Koeffiziententensor des Operators trägt somit zwei physikalische Indizes pro Gitterplatz: einen für den Eingangs- und einen für den Ausgangszustand.

Formal kann der vollständige Operator deshalb als Tensor der Ordnung zweimal N betrachtet werden.

Tensoren und Kontraktionen

Ein Tensor ist eine mehrdimensionale Verallgemeinerung von Vektoren und Matrizen. Werden zwei Tensoren über einen gemeinsamen Index summiert, spricht man von einer Tensor-Kontraktion.

Tensor-Netzwerke stellen große Tensoren als Kontraktion kleinerer Tensoren dar. Diese Faktorisierung ist dann besonders effizient, wenn die für die Verbindungen benötigten virtuellen Dimensionen klein bleiben.

Singulärwertzerlegung

Ein wichtiges mathematisches Werkzeug ist die Singulärwertzerlegung einer Matrix:

\(M = U S V^\dagger\)

Die Diagonalmatrix S enthält die Singulärwerte. Sind viele davon klein, kann die Matrix durch Beibehaltung nur der wichtigsten Singulärwerte approximiert werden.

Dieses Prinzip erlaubt es, Tensor-Netzwerke zu komprimieren. Die Qualität der Approximation lässt sich über die verworfenen Singulärwerte quantitativ kontrollieren.

Von Matrix Product States zu Matrix Product Operators

Matrix Product States

Ein Matrix Product State beschreibt die Koeffizienten eines Quantenzustands als Produkt lokaler Tensoren. Für offene Randbedingungen kann ein Zustand geschrieben werden als

\(|\psi\rangle = \sum_{i_1,\ldots,i_N} A^{[1]i_1}A^{[2]i_2}\cdots A^{[N]i_N}|i_1,\ldots,i_N\rangle\)

Die Multiplikation der A-Tensoren ist dabei als Kontraktion ihrer virtuellen Indizes zu verstehen.

Der physikalische Index jedes Tensors bezeichnet einen lokalen Basiszustand. Die zusätzlichen virtuellen Indizes verbinden benachbarte Tensoren miteinander.

Übertragung auf Operatoren

Ein Matrix Product Operator verwendet dieselbe Kettenstruktur. Statt eines physikalischen Indexes pro Gitterplatz besitzt ein lokaler MPO-Tensor jedoch zwei physikalische Indizes.

Einer beschreibt den Zustand vor der Wirkung des Operators, der andere den Zustand danach.

Der globale Operator wird dadurch als Produkt lokaler Operatortensoren dargestellt.

Der zentrale Unterschied

Ein MPS repräsentiert einen Vektor im Hilbertraum. Ein MPO repräsentiert dagegen eine lineare Abbildung auf diesem Hilbertraum.

Formal lässt sich diese Unterscheidung auch durch die lokale Dimension verdeutlichen. Während ein MPS pro Platz eine physikalische Dimension d besitzt, hat ein MPO lokal eine Operatorraumdimension von

\(d^2\)

Definition eines Matrix Product Operators

Allgemeine Form

Ein MPO kann für offene Randbedingungen in der Form

\(\hat{O} = \sum_{\{i_n,j_n\}} W^{[1]i_1j_1}W^{[2]i_2j_2}\cdots W^{[N]i_Nj_N}|i_1\ldots i_N\rangle\langle j_1\ldots j_N|\)

geschrieben werden.

Jeder lokale Tensor besitzt typischerweise vier Indizes:

  • einen linken virtuellen Index,
  • einen rechten virtuellen Index,
  • einen physikalischen Eingangsindex,
  • einen physikalischen Ausgangsindex.

Lokale MPO-Tensoren

Ein lokaler Tensor kann symbolisch geschrieben werden als

\(W^{[n]i_nj_n}_{\alpha_{n-1},\alpha_n}\)

Die Indizes \(\alpha_{n-1}\) und \(\alpha_n\) sind virtuelle Indizes. Sie tragen keine direkt messbare physikalische Bedeutung, sondern organisieren die globale Operatorstruktur.

Bond Dimension

Die Größe der virtuellen Indizes wird Bond Dimension genannt. Für einen MPO wird sie häufig mit D bezeichnet.

Eine kleine Bond Dimension bedeutet, dass der Operator mit wenigen internen Freiheitsgraden dargestellt werden kann. Je komplexer die räumliche Struktur des Operators ist, desto größer kann die benötigte Bond Dimension werden.

Die Bond Dimension ist daher eines der wichtigsten Maße für die numerische Komplexität eines MPO.

Speicherbedarf

Besitzen die lokalen physikalischen Indizes die Dimension d und die virtuellen Indizes maximal die Dimension D, dann enthält ein typischer lokaler MPO-Tensor ungefähr

\(d^2D^2\)

Einträge.

Für N Plätze ergibt sich damit eine Speicherkomplexität von ungefähr

\(\mathcal{O}(N d^2 D^2)\)

Diese Skalierung ist bei konstantem D linear in der Systemgröße. Darin liegt der zentrale Vorteil gegenüber der vollständigen Operatormatrix.

Konstruktion einfacher MPOs

Identitätsoperator

Der globale Identitätsoperator lautet

\(\hat{I} = I_1 \otimes I_2 \otimes \cdots \otimes I_N\)

Dieser Operator benötigt lediglich Bond Dimension eins. Jeder lokale MPO-Tensor besteht einfach aus dem lokalen Identitätsoperator.

Einzelplatzoperator

Ein Operator, der nur auf dem Gitterplatz k wirkt, besitzt die Form

\(\hat{O}_k = I_1 \otimes \cdots \otimes I_{k-1} \otimes O_k \otimes I_{k+1} \otimes \cdots \otimes I_N\)

Auch diese Struktur ist als MPO unmittelbar darstellbar.

Summe lokaler Operatoren

Interessanter wird die Situation bei einer Summe

\(\hat{O} = \sum_{i=1}^{N}\hat{O}_i\)

Eine direkte Tensorproduktdarstellung würde jeden Summanden einzeln behandeln. Ein MPO kann dagegen die Information über die virtuelle Dimension von links nach rechts durch die Kette weiterreichen.

Die virtuellen Zustände fungieren dabei wie Zustände eines endlichen Automaten: Ein virtueller Kanal kann beispielsweise bedeuten, dass bisher noch kein Operator eingesetzt wurde, ein anderer, dass der lokale Term bereits erzeugt wurde.

Nächste-Nachbarn-Wechselwirkungen

Ein Hamiltonoperator der Form

\(\hat{H} = \sum_{i=1}^{N-1} A_i B_{i+1}\)

kann mit einer kleinen Bond Dimension dargestellt werden.

Der MPO muss intern lediglich festhalten, ob ein A-Operator an einem Platz begonnen wurde und am nächsten Platz durch B abgeschlossen werden muss.

Genau diese Interpretation macht MPOs für lokale Hamiltonoperatoren so effizient.

Hamiltonoperatoren als MPO

Lokale Hamiltonoperatoren

Die häufigste Anwendung eines MPO ist die Darstellung eines Hamiltonoperators. Viele Modelle der kondensierten Materie und Quanteninformation bestehen aus lokalen Feldern sowie Wechselwirkungen zwischen benachbarten Gitterplätzen.

Eine typische Struktur lautet

\(H = \sum_i h_i + \sum_i h_{i,i+1}\)

Solche Hamiltonoperatoren lassen sich oft mit einer Bond Dimension darstellen, die unabhängig von der Gesamtlänge der Kette bleibt.

Transversales Ising-Modell

Der Hamiltonoperator des eindimensionalen transversalen Ising-Modells kann geschrieben werden als

\(H = -J\sum_{i=1}^{N-1}\sigma_i^z\sigma_{i+1}^z - h\sum_{i=1}^{N}\sigma_i^x\)

Der erste Term beschreibt eine Wechselwirkung benachbarter Spins. Der zweite Term beschreibt ein transversales äußeres Feld.

Obwohl die vollständige Hamiltonmatrix exponentiell mit N wächst, besitzt dieser Hamiltonoperator eine MPO-Darstellung mit kleiner, konstanter Bond Dimension.

Heisenberg-Modell

Das isotrope Heisenberg-Modell besitzt den Hamiltonoperator

\(H = J\sum_{i=1}^{N-1}\left(S_i^xS_{i+1}^x + S_i^yS_{i+1}^y + S_i^zS_{i+1}^z\right)\)

Hier müssen drei unterschiedliche Wechselwirkungskanäle über die virtuellen Indizes transportiert werden. Dadurch wird eine größere Bond Dimension als beim einfachsten Ising-Modell benötigt, sie bleibt bei reinen Nächste-Nachbarn-Kopplungen jedoch weiterhin unabhängig von N.

Hubbard-Modell

Auch fermionische Modelle können als MPO dargestellt werden. Ein einfaches Hubbard-Modell enthält Hopping-Terme und lokale Wechselwirkungen:

\(H = -t\sum_{\langle i,j\rangle,\sigma}\left(c_{i,\sigma}^\dagger c_{j,\sigma} + c_{j,\sigma}^\dagger c_{i,\sigma}\right) + U\sum_i n_{i,\uparrow}n_{i,\downarrow}\)

Die fermionischen Antikommutationsrelationen machen die Konstruktion anspruchsvoller. In eindimensionalen Systemen kann beispielsweise eine Jordan-Wigner-Struktur eingesetzt werden, um die notwendigen Vorzeichen korrekt zu behandeln.

Virtuelle Pfade als Konstruktionsprinzip

MPO als endlicher Automat

Eine sehr anschauliche Interpretation eines MPO besteht darin, die virtuellen Indizes als Zustände eines Automaten zu betrachten.

Beim Durchlaufen der Kette entscheidet der aktuelle virtuelle Zustand, welcher lokale Operator eingesetzt wird und in welchen virtuellen Zustand das Netzwerk anschließend wechselt.

Ein vollständiger Pfad vom linken zum rechten Rand entspricht dadurch einem bestimmten Term des globalen Operators.

Beispiel eines Wechselwirkungsterms

Für den Term

\(\sum_i A_iB_{i+1}\)

kann ein virtueller Pfad zunächst Identitätsoperatoren erzeugen, anschließend an Position i den Operator A einsetzen, am nächsten Platz B erzeugen und danach wieder Identitätsoperatoren weiterführen.

Die Summe über sämtliche zulässigen virtuellen Pfade erzeugt automatisch die Summe über alle möglichen Positionen i.

Vorteil dieser Sichtweise

Diese Interpretation erklärt, warum komplexe Operatoren häufig mit kleinen MPO-Tensoren konstruiert werden können. Die Bond Dimension entspricht grob der Anzahl unterschiedlicher Informationen, die während des Durchlaufens der Kette gespeichert werden müssen.

Anwendung eines MPO auf einen Matrix Product State

Grundoperation

Sei ein Quantenzustand als MPS gegeben und ein Operator als MPO. Die Anwendung

\(|\phi\rangle = \hat{O}|\psi\rangle\)

lässt sich lokal durchführen.

Dazu werden an jedem Gitterplatz der physikalische Eingangsindex des MPO und der physikalische Index des MPS miteinander kontrahiert.

Neue lokale Tensoren

Besitzt der MPS eine Bond Dimension \(\chi\) und der MPO eine Bond Dimension D, so entsteht zunächst ein neuer MPS, dessen virtuelle Dimension im ungünstigen Fall ungefähr

\(\chi' = \chi D\)

beträgt.

Wiederholte Operatoranwendungen können daher zu einem starken Wachstum der Bond Dimension führen.

Kompression nach der Anwendung

In praktischen Rechnungen wird der resultierende MPS häufig unmittelbar komprimiert. Dazu können Singulärwertzerlegungen oder variationelle Verfahren eingesetzt werden.

Singulärwerte unterhalb eines festgelegten Schwellenwertes werden verworfen oder die Bond Dimension wird auf einen Maximalwert begrenzt.

Dadurch entsteht eine kontrollierte Näherung, die Speicherbedarf und Rechenzeit reduziert.

Erwartungswerte mit MPOs

Physikalische Observablen

Für einen Zustand \(|\psi\rangle\) und einen Operator \(\hat{O}\) lautet der Erwartungswert

\(\langle \hat{O} \rangle = \langle\psi|\hat{O}|\psi\rangle\)

Ist der Zustand als MPS und der Operator als MPO gespeichert, entsteht ein dreischichtiges Tensor-Netzwerk aus Bra-MPS, MPO und Ket-MPS.

Schrittweise Kontraktion

Das Netzwerk muss nicht auf einmal kontrahiert werden. Stattdessen kann man von einem Rand der Kette beginnen und sukzessive einen Gitterplatz nach dem anderen einbeziehen.

Dadurch wird die exponentielle Summe über sämtliche Basiszustände durch eine Folge polynomial skalierender Tensoroperationen ersetzt.

Energieerwartungswert

Eine besonders wichtige Anwendung ist

\(E = \frac{\langle\psi|H|\psi\rangle}{\langle\psi|\psi\rangle}\)

Diese Größe bildet die Grundlage variationeller MPS-Methoden wie DMRG.

MPO-Kompression

Warum Kompression notwendig ist

Die Bond Dimension eines MPO kann bei algebraischen Operationen stark anwachsen. Addiert man zwei MPOs, können ihre virtuellen Räume zunächst als direkte Summe kombiniert werden. Multipliziert man zwei MPOs, werden die virtuellen Dimensionen zunächst miteinander multipliziert.

Ohne anschließende Kompression würde die numerische Komplexität schnell unkontrollierbar werden.

Singulärwertzerlegung

Ein MPO kann ähnlich wie ein MPS sukzessive zerlegt und komprimiert werden. Dabei werden geeignete Kombinationen seiner Indizes zu Matrizen zusammengefasst und anschließend Singulärwertzerlegungen durchgeführt.

Werden nur die größten \(\chi\) Singulärwerte behalten, entsteht eine niedrigere Bond Dimension.

Trunkierungsfehler

Wird eine Menge verworfener Singulärwerte mit \(s_k\) bezeichnet, kann ein lokaler Trunkierungsfehler beispielsweise über

\(\epsilon_{\mathrm{trunc}} = \sum_{k>\chi}s_k^2\)

quantifiziert werden.

Ein kleiner Trunkierungsfehler bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jede physikalische Observable mit derselben Genauigkeit erhalten bleibt. Entscheidend ist letztlich die Wirkung der Approximation auf die interessierenden Zustände und Observablen.

Algebra mit Matrix Product Operators

Addition

Zwei Operatoren

\(O = O_1 + O_2\)

können durch eine Blockstruktur ihrer lokalen MPO-Tensoren kombiniert werden.

Die Bond Dimension des resultierenden MPO ist zunächst ungefähr die Summe der Bond Dimensionen beider Ausgangsoperatoren.

Multiplikation

Für das Produkt

\(O = O_1O_2\)

werden die entsprechenden physikalischen Indizes der beiden MPOs miteinander kontrahiert.

Besitzen die MPOs Bond Dimensionen \(D_1\) und \(D_2\), kann das direkte Produkt zunächst eine Bond Dimension von

\(D = D_1D_2\)

erzeugen.

Deshalb ist nach MPO-Multiplikationen häufig eine Kompression notwendig.

Hermitesche Konjugation

Für den adjungierten Operator

\(O^\dagger\)

werden die lokalen Tensoren komplex konjugiert und ihre physikalischen Ein- und Ausgangsindizes vertauscht.

Potenzen und Polynome

Operatoren wie

\(H^2\)

oder allgemeiner

\(P(H) = \sum_{k=0}^{m}a_kH^k\)

können ebenfalls als MPO konstruiert werden. Die Herausforderung liegt weniger in der formalen Darstellung als in der Kontrolle der dabei entstehenden Bond Dimension.

Matrix Product Operators in DMRG

Grundidee der DMRG

Die Density Matrix Renormalization Group ist eines der leistungsfähigsten Verfahren zur Bestimmung niederenergetischer Zustände eindimensionaler Quantensysteme.

In moderner Tensor-Netzwerk-Sprache wird der gesuchte Zustand als MPS dargestellt, während der Hamiltonoperator als MPO vorliegt.

Variationelle Optimierung

DMRG minimiert die Energie

\(E = \frac{\langle\psi|H|\psi\rangle}{\langle\psi|\psi\rangle}\)

innerhalb der Menge von MPS mit begrenzter Bond Dimension.

Dabei werden einzelne oder jeweils zwei benachbarte MPS-Tensoren optimiert, während die übrigen Tensoren vorübergehend festgehalten werden.

Effektiver Hamiltonoperator

Durch die Kontraktion aller nicht optimierten Tensoren entsteht ein lokaler effektiver Hamiltonoperator. Die MPO-Struktur des globalen Hamiltonoperators erlaubt es, diesen effektiven Operator effizient zu berechnen.

Ohne MPO müsste die exponentiell große Gesamtmatrix explizit oder implizit auf andere Weise verarbeitet werden.

Bedeutung

Die Kombination MPS plus MPO bildet heute die Standardbeschreibung vieler DMRG-Implementierungen. Der MPS kontrolliert die Komplexität des Zustands, der MPO die Komplexität des Operators.

Zeitentwicklung

Schrödinger-Dynamik

Die zeitliche Entwicklung eines geschlossenen Quantensystems wird durch

\(|\psi(t)\rangle = e^{-iHt}|\psi(0)\rangle\)

beschrieben.

Die Herausforderung besteht darin, die Wirkung des Exponentialoperators effizient auf einen MPS anzuwenden.

Zeitentwicklungsoperator als MPO

Der Operator

\(U(t) = e^{-iHt}\)

kann in geeigneten Verfahren direkt oder approximativ als MPO dargestellt werden.

Bei lokalen Hamiltonoperatoren lässt sich die Zeitentwicklung beispielsweise durch Zerlegungen in lokale Gates aufbauen.

TEBD

Bei der Time-Evolving Block Decimation wird der Hamiltonoperator typischerweise in Gruppen kommutierender oder lokal wirkender Terme zerlegt.

Für eine Aufteilung

\(H = H_{\mathrm{even}} + H_{\mathrm{odd}}\)

kann eine einfache Trotter-Näherung lauten:

\(e^{-iH\Delta t} \approx e^{-iH_{\mathrm{even}}\Delta t}e^{-iH_{\mathrm{odd}}\Delta t}\)

Höhere Ordnungen verbessern die Genauigkeit. MPOs können dabei sowohl Hamiltonoperatoren als auch zusammengesetzte Zeitentwicklungsoperatoren darstellen.

TDVP

Das Time-Dependent Variational Principle projiziert die exakte Zeitentwicklung auf die Mannigfaltigkeit von MPS mit bestimmter Struktur.

Auch hier wird der Hamiltonoperator typischerweise als MPO bereitgestellt. Die Methode vermeidet eine vollständige Konstruktion des Zeitentwicklungsoperators und arbeitet direkt mit der Wirkung des Hamiltonoperators.

Imaginäre Zeit und endliche Temperaturen

Grundzustandsprojektion

Durch imaginäre Zeitentwicklung

\(|\psi(\tau)\rangle = e^{-\tau H}|\psi(0)\rangle\)

werden angeregte Zustandsanteile für große \(\tau\) relativ zum Grundzustand unterdrückt, sofern der Anfangszustand einen nicht verschwindenden Überlapp mit dem Grundzustand besitzt.

Thermische Zustände

Die Gibbs-Dichtematrix lautet

\(\rho = \frac{e^{-\beta H}}{Z}\)

mit der Zustandssumme

\(Z = \mathrm{Tr}(e^{-\beta H})\)

und

\(\beta = \frac{1}{k_BT}\)

Der unnormierte thermische Operator

\(e^{-\beta H}\)

kann als MPO approximiert werden.

Schwierigkeit bei niedrigen Temperaturen

Mit wachsendem \(\beta\) kann die erforderliche Bond Dimension zunehmen. Entscheidend ist dabei die Entwicklung der Operatorverschränkung während der imaginären Zeitentwicklung.

Dichtematrizen und Matrix Product Density Operators

Dichtematrix als Operator

Ein gemischter Quantenzustand wird durch eine Dichtematrix \(\rho\) beschrieben. Da eine Dichtematrix mathematisch selbst ein Operator ist, kann sie grundsätzlich als MPO dargestellt werden.

In diesem Zusammenhang wird häufig der Begriff Matrix Product Density Operator verwendet.

Physikalische Anforderungen

Eine gültige Dichtematrix muss insbesondere

\(\rho^\dagger = \rho\)

erfüllen, positiv semidefinit sein und nach geeigneter Normierung die Bedingung

\(\mathrm{Tr}(\rho) = 1\)

besitzen.

Eine allgemeine MPO-Kompression garantiert allerdings nicht automatisch die Erhaltung aller dieser Eigenschaften.

Purification

Eine alternative Strategie besteht darin, einen gemischten Zustand als reinen Zustand in einem vergrößerten Hilbertraum darzustellen.

Dazu wird ein Hilfssystem eingeführt und ein Zustand \(|\Psi\rangle\) konstruiert, sodass

\(\rho = \mathrm{Tr}_{\mathrm{aux}}(|\Psi\rangle\langle\Psi|)\)

gilt.

Der vergrößerte reine Zustand kann anschließend als MPS behandelt werden.

Offene Quantensysteme

Lindblad-Dynamik

Für ein Markov'sches offenes Quantensystem wird häufig die Lindblad-Gleichung verwendet:

\(\frac{d\rho}{dt} = -i[H,\rho] + \sum_k \left(L_k\rho L_k^\dagger - \frac{1}{2}L_k^\dagger L_k\rho - \frac{1}{2}\rho L_k^\dagger L_k\right)\)

Die Operatoren \(L_k\) beschreiben dissipative Prozesse.

Liouvillian

Die Gleichung kann formal als

\(\frac{d\rho}{dt} = \mathcal{L}\rho\)

geschrieben werden.

Der Liouvillian \(\mathcal{L}\) ist ein Superoperator, also eine lineare Abbildung von Operatoren auf Operatoren.

MPO-Darstellung

Durch geeignete Vektorisierung der Dichtematrix kann der Liouvillian in einer MPO-ähnlichen Tensor-Netzwerk-Struktur dargestellt werden. Damit können auch dissipative Vielteilchensysteme mit Techniken untersucht werden, die strukturell stark an MPS-Verfahren erinnern.

Numerische Schwierigkeiten

Offene Systeme können besonders anspruchsvoll werden, weil sowohl die physikalischen Korrelationen als auch die Operatorverschränkung der Dichtematrix anwachsen können.

Darüber hinaus muss darauf geachtet werden, dass numerische Approximationen physikalische Eigenschaften wie Hermitizität und Positivität nicht unkontrolliert verletzen.

Operator Schmidt Decomposition

Zerlegung an einem Schnitt

Um die Effizienz eines MPO grundlegend zu verstehen, betrachtet man eine Teilung der Kette in einen linken und einen rechten Bereich.

Ein Operator kann über diesen Schnitt hinweg in einer Operator-Schmidt-Zerlegung geschrieben werden:

\(O = \sum_{\alpha=1}^{r}s_\alpha A_\alpha^{(L)} \otimes B_\alpha^{(R)}\)

Die Anzahl r nicht verschwindender Terme wird Operator Schmidt Rank genannt.

Zusammenhang mit der Bond Dimension

Der erforderliche Operator Schmidt Rank bestimmt, wie groß die virtuelle Bond Dimension eines exakten MPO an diesem Schnitt mindestens sein muss.

Ein Operator mit geringer nichtlokaler Struktur besitzt häufig einen kleinen Operator Schmidt Rank und ist deshalb effizient als MPO darstellbar.

Unterschied zum Zustandsfall

Bei einem Quantenzustand charakterisieren Schmidt-Koeffizienten die Verschränkung zwischen zwei Systemteilen. Bei Operatoren entsteht ein analoges Konzept im Operatorraum.

Diese Operatorverschränkung ist entscheidend für die Frage, ob ein MPO während einer Simulation kompakt bleibt.

Operatorverschränkung

Bedeutung

Operatorverschränkung beschreibt nicht die Verschränkung eines physikalischen Zustands, sondern die Komplexität eines Operators bezüglich einer räumlichen Zerlegung.

Ein lokaler Hamiltonoperator kann selbst bei großen Systemen geringe Operatorverschränkung besitzen. Ein zeitentwickelter Operator kann dagegen zunehmend komplex werden.

Heisenberg-Bild

Im Heisenberg-Bild entwickelt sich ein Operator gemäß

\(O(t) = e^{iHt}O(0)e^{-iHt}\)

Ein ursprünglich lokaler Operator breitet sich unter der Dynamik räumlich aus.

Diese sogenannte Operatorausbreitung kann zu wachsender Operatorverschränkung und damit zu steigenden MPO-Bond-Dimensionen führen.

Numerische Grenze

Die entscheidende Grenze vieler MPO-Simulationen liegt daher nicht primär in der Anzahl der Gitterplätze, sondern in der Geschwindigkeit, mit der die erforderliche Bond Dimension wächst.

Solange die relevante Bond Dimension moderat bleibt, können auch große Systeme behandelt werden. Wächst sie sehr schnell, verliert die Darstellung ihren entscheidenden Effizienzvorteil.

Langreichweitige Wechselwirkungen

Problemstellung

Nächste-Nachbarn-Hamiltonoperatoren besitzen besonders einfache MPO-Darstellungen. Schwieriger sind Wechselwirkungen der Form

\(H = \sum_{i<j} J_{ij}A_iB_j\)

bei denen weit voneinander entfernte Gitterplätze direkt gekoppelt sind.

Exponentiell abfallende Kopplungen

Besitzt die Kopplung die Struktur

\(J_{ij} = \lambda^{|i-j|}\)

kann die Entfernung durch einen virtuellen Kanal effizient mitgeführt werden. Exponentielle Funktionen eignen sich deshalb besonders gut für MPO-Darstellungen.

Approximation allgemeiner Funktionen

Potenzgesetze können näherungsweise durch Summen exponentieller Funktionen dargestellt werden:

\(J(r) \approx \sum_{k=1}^{M}c_k\lambda_k^r\)

Jeder exponentielle Anteil kann mit einer relativ kleinen MPO-Struktur verarbeitet werden. Die gesamte Bond Dimension wächst dann mit der Zahl M der benötigten Exponentialterme.

Genauigkeit und Aufwand

Je genauer die Approximation der langreichweitigen Kopplung sein soll, desto mehr Terme können erforderlich werden. Dennoch ist diese Methode häufig wesentlich effizienter als eine naive Speicherung jedes einzelnen Zweikörperterms.

Rechenkomplexität

Speicherkomplexität

Bei lokaler Dimension d und MPO-Bond-Dimension D besitzt ein typischer lokaler Tensor ungefähr

\(d^2D^2\)

Elemente.

Der Gesamtspeicher skaliert damit ungefähr wie

\(\mathcal{O}(Nd^2D^2)\)

bei homogenen Dimensionen.

MPO-MPS-Kontraktionen

Der genaue Rechenaufwand hängt stark von der Kontraktionsreihenfolge und den verwendeten Bond Dimensionen ab. Typischerweise entstehen Polynome in der MPS-Bond-Dimension \(\chi\), der MPO-Bond-Dimension D und der lokalen Dimension d.

Der Unterschied zur exponentiellen vollständigen Hilbertraumdarstellung ist jedoch grundlegend: Bei kontrollierten Bond Dimensionen bleiben die Tensoroperationen polynomial.

Praktische Optimierung

Effiziente Implementierungen berücksichtigen unter anderem:

  • optimale Kontraktionsreihenfolgen,
  • Blockstrukturen durch Symmetrien,
  • dünnbesetzte lokale Operatoren,
  • parallele lineare Algebra,
  • GPU-Beschleunigung,
  • kanonische Tensorformen,
  • adaptive Bond Dimensionen.

Kanonische Formen und Gauge-Freiheit

Nicht-Eindeutigkeit

Die Tensoren eines MPO sind nicht eindeutig bestimmt. Zwischen zwei benachbarten Tensoren kann eine invertierbare Transformation eingefügt werden, ohne den globalen Operator zu verändern.

Symbolisch kann eine solche Transformation als

\(W^{[n]} \rightarrow W^{[n]}X\)

und

\(W^{[n+1]} \rightarrow X^{-1}W^{[n+1]}\)

verstanden werden.

Numerischer Nutzen

Diese Gauge-Freiheit kann verwendet werden, um Tensoren in numerisch günstige Formen zu bringen. Bei MPS ist dies eng mit links- und rechtskanonischen Darstellungen verbunden.

Auch bei MPOs helfen geeignete Normalisierungs- und Faktorisierungsstrategien dabei, schlecht konditionierte Zwischenresultate zu vermeiden und Kompressionen stabiler durchzuführen.

Symmetrien in MPOs

Erhaltungsgrößen

Viele Hamiltonoperatoren besitzen Symmetrien, beispielsweise Teilchenzahlerhaltung oder Erhaltung einer Spin-Komponente.

Ein Beispiel ist

\([H,N] = 0\)

für einen teilchenzahlerhaltenden Hamiltonoperator.

Blockstruktur

Solche Symmetrien können direkt in die Tensorstruktur eingebaut werden. Die virtuellen Indizes tragen dann zusätzliche Quantenzahlen, und nur mit den Auswahlregeln verträgliche Tensorblöcke müssen gespeichert werden.

Vorteil

Die Ausnutzung von Symmetrien reduziert Speicherbedarf und Rechenaufwand und kann gleichzeitig numerisch sicherstellen, dass die Rechnung innerhalb des gewünschten Symmetriesektors bleibt.

Fermionische MPOs

Antikommutationsrelationen

Fermionische Erzeugungs- und Vernichtungsoperatoren erfüllen

\(\{c_i,c_j^\dagger\} = \delta_{ij}\)

und

\(\{c_i,c_j\} = 0\)

Die Vorzeichenstruktur unterscheidet fermionische Systeme grundlegend von einfachen Spinmodellen.

Jordan-Wigner-Transformation

In einer eindimensionalen Ordnung können fermionische Operatoren auf Spinoperatoren abgebildet werden. Dabei treten nichtlokale Paritätsketten auf.

Ein typischer Operator besitzt schematisch die Form

\(c_j \sim \left(\prod_{k<j} Z_k\right)\sigma_j^-\)

Die Paritätskette sorgt dafür, dass die korrekten fermionischen Vorzeichen erhalten bleiben.

MPO-Umsetzung

Die Paritätsinformation kann über virtuelle MPO-Kanäle transportiert werden. Moderne Tensor-Netzwerk-Bibliotheken unterstützen fermionische Symmetrien teilweise direkt, wodurch eine explizite Jordan-Wigner-Behandlung auf Anwendungsebene vermieden werden kann.

Matrix Product Operators für Quantenschaltkreise

Gatter als Operatoren

Ein Quantenschaltkreis besteht aus einer Folge unitärer Operatoren. Einzel-Qubit- und benachbarte Zwei-Qubit-Gatter besitzen unmittelbar lokale MPO-Darstellungen.

Ein gesamter Schaltkreis

\(U = U_mU_{m-1}\cdots U_1\)

kann prinzipiell durch wiederholte MPO-Multiplikation aufgebaut werden.

Kompression

Die entscheidende Frage ist erneut das Wachstum der Bond Dimension. Schwach verschränkende oder lokal strukturierte Schaltungen können effizient komprimierbar sein. Stark verschränkende Schaltungen können dagegen schnell große Bond Dimensionen erzeugen.

Klassische Simulation

Damit liefern MPOs eine Möglichkeit, bestimmte Quantenschaltungen klassisch zu simulieren. Die Effizienz hängt jedoch nicht allein von der Zahl der Qubits ab, sondern wesentlich von der räumlichen und informationstheoretischen Struktur der Schaltung.

MPOs und Quantenfehlerkorrektur

Operatorstrukturen in Fehlerkorrekturcodes

Quantenfehlerkorrektur arbeitet intensiv mit Operatoren: Stabilisatoren, logischen Operatoren, Fehlerkanälen und Messoperatoren.

Besitzen diese Strukturen eine geeignete lokale oder quasi-eindimensionale Ordnung, können Tensor-Netzwerk-Darstellungen eingesetzt werden.

Rauschkanäle

Ein Quantenkanal kann beispielsweise in Kraus-Form geschrieben werden:

\(\mathcal{E}(\rho) = \sum_k K_k\rho K_k^\dagger\)

Sowohl Kraus-Operatoren als auch Superoperatoren können unter geeigneten Bedingungen tensorisiert werden.

Grenzen

Bei komplexen hochdimensionalen Codes oder stark korreliertem Rauschen kann die notwendige Tensor-Netzwerk-Komplexität erheblich steigen. MPOs sind deshalb kein allgemeiner Ersatz für andere Fehlerkorrekturmethoden, sondern ein spezialisiertes Rechenwerkzeug.

MPOs in höheren Raumdimensionen

Abbildung auf eine eindimensionale Kette

Ein zweidimensionales Gitter kann durch eine geeignete Nummerierung seiner Plätze formal in eine eindimensionale Reihenfolge gebracht werden.

Dadurch lassen sich MPS- und MPO-Methoden weiterhin anwenden.

Entstehung langreichweitiger Kopplungen

Nach dieser Abbildung liegen ursprünglich benachbarte Gitterplätze in der eindimensionalen Ordnung teilweise weit auseinander. Lokale zweidimensionale Wechselwirkungen erscheinen dadurch als langreichweitige eindimensionale Kopplungen.

Die MPO-Bond-Dimension und insbesondere die notwendige MPS-Bond-Dimension können dadurch stark anwachsen.

Alternative Netzwerke

Für echte zweidimensionale Systeme sind Projected Entangled Pair States und verwandte Netzwerke strukturell natürlicher. Die entsprechenden Operatornetzwerke können als höherdimensionale Verallgemeinerungen des MPO-Prinzips verstanden werden.

Verwandte Tensor-Netzwerk-Strukturen

Matrix Product Density Operators

Matrix Product Density Operators verwenden eine MPO-Struktur speziell zur Darstellung von Dichtematrizen.

Projected Entangled Pair Operators

Für zweidimensionale Gitter lassen sich Operatoren durch Tensor-Netzwerke mit mehreren räumlichen virtuellen Verbindungen darstellen. Die zugrunde liegende Idee bleibt dieselbe: Ein großer globaler Operator wird durch lokale Tensoren und beschränkte virtuelle Dimensionen repräsentiert.

Tree Tensor Networks

Statt einer Kette können Tensoren hierarchisch in einer Baumstruktur angeordnet werden. Solche Netzwerke können für Systeme mit hierarchischer Korrelationsstruktur vorteilhaft sein.

MERA

Die Multi-scale Entanglement Renormalization Ansatz verwendet mehrere Skalen und spezielle Tensoren zur Beschreibung kritischer Systeme. Auch Operatoren können durch die verschiedenen Skalen eines solchen Netzwerks transformiert werden.

Praktische Implementierung eines MPO

Lokale Basis festlegen

Zunächst wird die lokale Hilbertraumbasis bestimmt. Für ein Spin-Einhalb-System kann beispielsweise

\(\{|0\rangle,|1\rangle\}\)

verwendet werden.

Lokale Operatorbasis

Anschließend werden die benötigten lokalen Operatoren definiert. Für Spin-Einhalb-Systeme gehören dazu häufig die Identitätsmatrix und die Pauli-Matrizen:

\(\sigma^x = \begin{pmatrix}0 & 1\\1 & 0\end{pmatrix}\)

\(\sigma^y = \begin{pmatrix}0 & -i\\i & 0\end{pmatrix}\)

\(\sigma^z = \begin{pmatrix}1 & 0\\0 & -1\end{pmatrix}\)

Virtuelle Zustände bestimmen

Danach muss analysiert werden, welche Informationen während des Durchlaufens der Kette gespeichert werden müssen. Jeder unterschiedliche offene Operatorpfad benötigt einen geeigneten virtuellen Kanal.

Lokale MPO-Matrix aufstellen

Die lokalen Operatoren können dann als Einträge einer Matrix interpretiert werden, deren Zeilen und Spalten den virtuellen Zuständen entsprechen.

Jeder Matrixeintrag ist selbst ein lokaler Operator.

Randtensoren

Bei offenen Randbedingungen sind der erste und der letzte MPO-Tensor spezielle Randvektoren beziehungsweise Tensoren mit nur einem nichttrivialen virtuellen Index.

Validierung

Für kleine Systeme sollte der MPO vollständig kontrahiert und mit einer direkt konstruierten Matrix verglichen werden. Dies ist eine der zuverlässigsten Methoden, um Vorzeichen-, Rand- oder Indexfehler zu erkennen.

Beispiel: MPO des transversalen Ising-Modells

Hamiltonoperator

Betrachtet wird

\(H = -J\sum_{i=1}^{N-1}\sigma_i^z\sigma_{i+1}^z - h\sum_{i=1}^{N}\sigma_i^x\)

Lokale Operatoren

Benötigt werden lediglich

\(I,\quad \sigma^x,\quad \sigma^z\)

Lokale MPO-Struktur

Eine mögliche innere MPO-Struktur kann schematisch als

\(W = \begin{pmatrix} I & 0 & 0 \\ \sigma^z & 0 & 0 \\ -h\sigma^x & -J\sigma^z & I \end{pmatrix}\)

geschrieben werden.

Die genaue Orientierung der virtuellen Indizes und damit die transponierte Variante hängt von der verwendeten Konvention ab. Entscheidend sind die zulässigen Pfade durch die Operatormatrix.

Lokale Feldterme

Ein virtueller Pfad kann über Identitätsoperatoren laufen, an einem beliebigen Platz den Term

\(-h\sigma^x\)

erzeugen und anschließend zum abschließenden Kanal wechseln.

Die Summe über alle möglichen Positionen erzeugt dadurch automatisch

\(-h\sum_i\sigma_i^x\)

Wechselwirkungsterme

Ein anderer Pfad beginnt mit

\(-J\sigma_i^z\)

und muss am unmittelbar folgenden Platz durch

\(\sigma_{i+1}^z\)

abgeschlossen werden.

Dadurch entstehen genau die Terme

\(-J\sum_i\sigma_i^z\sigma_{i+1}^z\)

Wesentliche Erkenntnis

Der globale Hamiltonoperator wächst mit der Systemgröße exponentiell als Matrix, doch seine lokale logische Struktur bleibt einfach. Der MPO speichert nicht jedes Matrixelement einzeln, sondern die Regeln, aus denen sämtliche Hamiltonterme entstehen.

Genau darin liegt die eigentliche Stärke der Methode.

Automatische MPO-Konstruktion

Problem manueller Konstruktionen

Für einfache Modelle kann ein MPO noch von Hand entworfen werden. Bei Hamiltonoperatoren mit vielen verschiedenen Wechselwirkungen, mehreren Teilchensorten oder komplexen Symmetrien wird dies jedoch fehleranfällig.

Symbolische Operatorlisten

Moderne Tensor-Netzwerk-Software erlaubt häufig die Angabe eines Hamiltonoperators als Liste einzelner Terme. Die Bibliothek erzeugt daraus automatisch eine MPO-Struktur.

Automatenbasierte Verfahren

Viele dieser Methoden lassen sich als Konstruktion eines endlichen Automaten interpretieren. Gemeinsame Teilpfade verschiedener Operatorterme werden zusammengeführt, wodurch unnötige virtuelle Zustände vermieden werden.

Kompression nach Konstruktion

Auch ein automatisch aufgebauter MPO ist nicht zwangsläufig minimal. Algebraische Vereinfachungen und numerische Kompression können anschließend die Bond Dimension weiter reduzieren.

Software für MPO-Berechnungen

ITensor

ITensor stellt hoch entwickelte Werkzeuge für MPS-, MPO- und DMRG-Berechnungen bereit. Ein Schwerpunkt liegt auf einer indexorientierten Tensorabstraktion, die viele fehleranfällige Details der manuellen Indexverwaltung reduziert.

TeNPy

TeNPy ist auf Tensor-Netzwerk-Simulationen von Vielteilchensystemen ausgerichtet und unterstützt unter anderem MPS, MPO, DMRG und verschiedene Zeitentwicklungsverfahren.

quimb

quimb bietet umfangreiche Werkzeuge für Quantensimulationen und Tensor-Netzwerke und eignet sich sowohl für MPS/MPO-Berechnungen als auch für allgemeinere Netzwerkstrukturen.

Eigene Implementierungen

Für Forschungszwecke werden MPO-Verfahren auch direkt mit linearen Algebra-Bibliotheken implementiert. Dabei müssen Indexkonventionen, Gauge-Strukturen, SVD-Trunkierung, Symmetrien und Kontraktionsreihenfolgen sorgfältig behandelt werden.

Typische Fehler bei der Verwendung von MPOs

Falsche Randtensoren

Eine korrekte lokale MPO-Matrix garantiert noch keinen korrekten globalen Operator. Die Auswahl der Start- und Endkanäle bestimmt, welche virtuellen Pfade tatsächlich zum Operator beitragen.

Vertauschte physikalische Indizes

Je nach Bibliothek können Eingangs- und Ausgangsindizes unterschiedlich angeordnet sein. Eine Vertauschung kann dazu führen, dass statt O beispielsweise dessen Transponierte oder adjungierte Variante verwendet wird.

Unkontrollierte Bond Dimension

Wiederholte MPO-Multiplikationen ohne Kompression führen schnell zu unnötig großen Tensoren.

Zu aggressive Trunkierung

Eine zu kleine Bond Dimension kann wichtige Operatorstrukturen entfernen. Die Kompression sollte deshalb stets anhand kontrollierbarer Fehlermaße und physikalischer Observablen überprüft werden.

Fehlende Tests an kleinen Systemen

Ein MPO sollte, wann immer möglich, für kleine N vollständig kontrahiert und mit einer exakt konstruierten Referenzmatrix verglichen werden.

Grenzen von Matrix Product Operators

Keine universelle Kompression

Nicht jeder Operator besitzt eine kompakte MPO-Darstellung. Ein vollkommen allgemeiner Operator auf einem großen Hilbertraum kann eine exponentiell wachsende Bond Dimension erfordern.

Stark nichtlokale Operatoren

Operatoren mit komplizierten, weitreichenden und unstrukturierten Kopplungen können eine große Zahl virtueller Kanäle benötigen.

Lange Echtzeitentwicklung

Unter chaotischer oder stark verschränkender Dynamik kann die Operatorverschränkung anwachsen. Dann steigt die Bond Dimension eines präzisen MPO immer weiter.

Höhere Dimensionen

In zwei oder drei Raumdimensionen ist eine lineare MPO-Struktur oft weniger natürlich. Zwar kann das System auf eine eindimensionale Reihenfolge abgebildet werden, doch dadurch entstehen zusätzliche langreichweitige Strukturen.

Approximation bleibt ein Kompromiss

Praktische Tensor-Netzwerk-Simulationen beruhen häufig auf einem Kompromiss zwischen Genauigkeit und Ressourcenbedarf. Eine größere Bond Dimension verbessert im Allgemeinen die Darstellungsfähigkeit, erhöht aber Speicherbedarf und Rechenzeit.

Bedeutung für die Quantentechnologie

Klassische Simulation von Quantensystemen

Die Entwicklung realer Quantentechnologien erfordert zuverlässige klassische Referenzmethoden. MPOs ermöglichen präzise Simulationen zahlreicher eindimensionaler und quasi-eindimensionaler Quantensysteme.

Sie dienen damit zur Überprüfung experimenteller Ergebnisse, zur Modellvalidierung und zum Benchmarking von Quantensimulatoren und Quantenprozessoren.

Quantenmaterialien

Stark korrelierte Materialien können durch Spin-, Fermionen- oder Gittermodelle beschrieben werden. Für eindimensionale Modelle bilden MPOs gemeinsam mit MPS eine der wichtigsten numerischen Methoden zur Untersuchung von Grundzuständen, Anregungen und Dynamik.

Quantensimulatoren

Analoge Quantensimulatoren realisieren gezielt Hamiltonoperatoren in kontrollierten experimentellen Plattformen. Ein MPO-Modell desselben Hamiltonoperators erlaubt einen direkten Vergleich zwischen Experiment und klassischer Tensor-Netzwerk-Simulation.

Quantencomputer

MPOs können zur klassischen Simulation bestimmter Quantenschaltungen, zur Analyse von Rauschmodellen und zur Untersuchung lokaler Quantenkanäle verwendet werden.

Sie sind damit keine Konkurrenz zu Quantencomputern im allgemeinen Sinn, sondern ein wichtiges Werkzeug zur Untersuchung derjenigen Bereiche, in denen die zugrunde liegende Tensorstruktur noch klassisch beherrschbar bleibt.

MPOs und Quantum Machine Learning

Tensorisierung großer linearer Abbildungen

Auch außerhalb der traditionellen Vielteilchenphysik können große lineare Abbildungen durch Tensor-Netzwerke komprimiert werden. Ein MPO kann beispielsweise eine sehr große Gewichtsmatrix in eine Kette kleiner Tensoren zerlegen.

Parameterreduktion

Eine vollständig dichte Matrix mit Dimension

\(D_{\mathrm{in}} \times D_{\mathrm{out}}\)

kann eine sehr große Zahl von Parametern besitzen. Lässt sich die Abbildung sinnvoll tensorisieren und mit kleinen Bond Dimensionen darstellen, kann die Zahl der frei zu optimierenden Parameter drastisch sinken.

Verbindung zur Quantenphysik

Die mathematische Struktur ist dieselbe wie bei physikalischen MPOs. Die Interpretation unterscheidet sich jedoch: In einem Machine-Learning-Modell repräsentiert der Tensorzug nicht zwingend einen physikalischen Vielteilchenoperator.

Grenzen

Eine starke Kompression funktioniert nur dann gut, wenn die Zielabbildung tatsächlich eine geeignete niedrig-rangige Tensorstruktur besitzt. Andernfalls muss die Bond Dimension erhöht werden und der Vorteil nimmt ab.

Aktuelle Forschungsrichtungen

Optimale MPO-Kompression

Ein wichtiges Forschungsgebiet ist die Frage, wie ein gegebener Operator mit möglichst kleiner Bond Dimension approximiert werden kann, ohne relevante physikalische Informationen zu verlieren.

Langreichweitige Hamiltonoperatoren

Effiziente Darstellungen von Coulomb-Wechselwirkungen, Dipolkopplungen und Potenzgesetzen bleiben wichtig für atomare, molekulare und Festkörpersysteme.

Operatorwachstum

Die Entwicklung lokaler Operatoren im Heisenberg-Bild liefert Informationen über Informationsausbreitung, Quantenchaos und Thermalisation.

MPOs bieten dafür eine natürliche numerische Sprache, solange die Operatorverschränkung kontrollierbar bleibt.

Dissipative Vielteilchensysteme

Matrix Product Density Operators und MPO-Darstellungen von Liouvillians werden eingesetzt, um stationäre Zustände und Nichtgleichgewichtsdynamik offener Quantensysteme zu untersuchen.

Kombination mit automatischer Differentiation

Tensor-Netzwerk-Algorithmen werden zunehmend mit automatischer Differentiation kombiniert. Dadurch können MPO-Parameter innerhalb größerer Optimierungsprobleme direkt angepasst werden.

Hybridverfahren

Eine weitere Forschungsrichtung kombiniert Tensor-Netzwerke mit Quantenschaltkreisen. Klassische MPS- und MPO-Verfahren können dabei bestimmte Teile eines Problems komprimieren, initialisieren, approximieren oder verifizieren, während andere Schritte auf Quantenhardware ausgeführt werden.

Warum MPOs effizient sein können

Nicht die Matrixgröße ist entscheidend

Auf den ersten Blick erscheint es widersprüchlich, dass ein Operator mit exponentiell vielen möglichen Matrixelementen durch eine linear wachsende Zahl lokaler Tensoren beschrieben werden kann.

Die Erklärung liegt darin, dass physikalisch relevante Operatoren meist hochgradig strukturiert sind.

Lokale Regeln statt globaler Matrixelemente

Ein MPO speichert im Wesentlichen Regeln darüber, wie lokale Operatoren entlang einer Kette kombiniert werden dürfen. Statt jedes globale Matrixelement einzeln aufzulisten, wird ein kompakter Generator der gesamten Operatorstruktur gespeichert.

Analogie zu komprimierten Daten

Ein stark strukturiertes Muster benötigt weniger Information als eine zufällige Datenfolge gleicher Länge. Ähnlich verhält es sich bei MPOs: Lokale Hamiltonoperatoren enthalten sehr viel weniger unabhängige strukturelle Information als eine beliebige Matrix derselben Dimension.

Entscheidende Voraussetzung

Diese Kompression ist nur dann wirksam, wenn die notwendige Bond Dimension moderat bleibt. Die Bond Dimension ist somit nicht lediglich ein technischer Parameter, sondern das zentrale Maß dafür, wie viel nichtlokale Operatorstruktur gespeichert werden muss.

Verhältnis zwischen Exaktheit und Approximation

Exakte MPOs

Viele wichtige Hamiltonoperatoren besitzen eine exakt endliche MPO-Darstellung. Dazu gehören zahlreiche eindimensionale Modelle mit endlich weitreichenden Wechselwirkungen.

Approximative MPOs

Andere Operatoren werden zunächst mit einer großen Bond Dimension dargestellt und anschließend komprimiert. Ebenso können langreichweitige Kopplungen durch geeignete Funktionsapproximationen in eine handhabbare MPO-Form überführt werden.

Fehlerbewertung

Die Qualität einer MPO-Approximation kann auf verschiedenen Ebenen geprüft werden:

  • Normdifferenz zwischen exaktem und approximiertem Operator,
  • Abweichung relevanter Erwartungswerte,
  • Fehler in Eigenwerten,
  • Fehler in Zeitentwicklungen,
  • Abweichung thermodynamischer Größen.

Welche Größe entscheidend ist, hängt von der jeweiligen physikalischen Fragestellung ab.

Einordnung gegenüber vollständigen Matrizen

Vollständige Matrixdarstellung

Eine vollständige Matrixdarstellung ist konzeptionell einfach und für kleine Systeme sehr flexibel. Sie erlaubt direkte lineare Algebra ohne zusätzliche Tensorstruktur.

MPO-Darstellung

Der MPO verzichtet auf diese allgemeine Flexibilität zugunsten einer strukturierten Kompression. Bei lokalen Vielteilchenoperatoren ist dies ein enormer Vorteil.

Kein universeller Ersatz

Für kleine Systeme oder vollkommen unstrukturierte Operatoren kann eine dichte oder dünnbesetzte Matrix geeigneter sein. MPOs entfalten ihre Stärke vor allem dort, wo große Systemgrößen mit kontrollierter Operatorstruktur zusammenkommen.

Fazit

Matrix Product Operators sind eine der zentralen Datenstrukturen moderner Tensor-Netzwerk-Methoden. Sie übertragen das Prinzip der Matrix Product States von Quantenzuständen auf lineare Operatoren und ermöglichen dadurch eine kompakte Darstellung vieler physikalisch relevanter Hamiltonoperatoren, Observablen, Dichtematrizen und Superoperatoren.

Ihr entscheidender Vorteil liegt darin, dass sie die globale Operatorstruktur aus lokalen Tensoren aufbauen. Für eindimensionale Systeme mit lokalen oder kurzreichweitigen Wechselwirkungen kann die erforderliche Bond Dimension klein und unabhängig von der Systemgröße bleiben. Der Speicherbedarf wächst dann nur linear mit der Zahl der Gitterplätze, statt exponentiell mit der Größe des Hilbertraums.

Die Bond Dimension ist dabei die zentrale Größe. Sie bestimmt, wie viel nichtlokale Information ein MPO transportieren kann und beeinflusst unmittelbar Speicherbedarf und Rechenzeit. Bei Addition, Multiplikation, Zeitentwicklung oder der Anwendung auf MPS kann sie anwachsen. Kompressionsverfahren auf Grundlage von Singulärwertzerlegungen und variationellen Optimierungen sind deshalb ein unverzichtbarer Bestandteil praktischer MPO-Algorithmen.

Besonders wichtig ist die Kombination aus MPO und MPS. Der Operator wird als MPO, der Zustand als MPS gespeichert. Erwartungswerte, Grundzustandsberechnungen und Zeitentwicklungen können anschließend durch lokale Tensor-Kontraktionen durchgeführt werden. Dieses Prinzip bildet die Grundlage moderner Implementierungen von DMRG und zahlreicher weiterer Vielteilchenverfahren.

MPOs sind jedoch nicht für jeden Operator automatisch effizient. Stark nichtlokale Strukturen, lange Echtzeitentwicklungen, wachsende Operatorverschränkung und höherdimensionale Systeme können eine schnell steigende Bond Dimension verursachen. Die Methode funktioniert deshalb besonders gut, wenn die zugrunde liegende Physik tatsächlich eine niedrigrangige Tensorstruktur besitzt.

Für die Quantentechnologie sind Matrix Product Operators aus mehreren Gründen relevant. Sie ermöglichen die klassische Simulation stark korrelierter Quantensysteme, unterstützen die Validierung von Quantensimulatoren und Quantenprozessoren, können Rausch- und Dissipationsmodelle abbilden und dienen als Werkzeug zur Untersuchung von Quantendynamik, Quantenmaterialien und ausgewählten Quantenschaltungen.

Die grundlegende Idee lässt sich auf einen einfachen Satz reduzieren: Ein Matrix Product Operator speichert nicht die vollständige exponentiell große Operatormatrix, sondern eine kompakte lokale Beschreibung ihrer Struktur. Genau diese Eigenschaft macht MPOs zu einem der wichtigsten Werkzeuge für die numerische Behandlung großer eindimensionaler Quantensysteme.

Mit freundlichen Grüßen Jörg-Owe Schneppat

Anhang

Wissenschaftliche Zeitschriften und Artikel

Die wissenschaftliche Literatur zu Matrix Product Operators (MPOs) ist eng mit der Entwicklung von Matrix Product States (MPS), der Density Matrix Renormalization Group (DMRG) und allgemeinen Tensor-Netzwerk-Verfahren verbunden. Die folgenden Arbeiten decken die grundlegende MPO-Konstruktion, effiziente Operatorrepräsentationen, Kompressionsverfahren, langreichweitige Wechselwirkungen, Zeitentwicklung und gemischte Quantenzustände ab. Sie eignen sich sowohl als Primärquellen als auch zur methodischen Einordnung des Themas.

Grundlegende Primär- und Grundlagenliteratur zu Matrix Product Operators

  • B. Pirvu, V. Murg, J. I. Cirac, F. Verstraete: Matrix product operator representations, New Journal of Physics 12, 025012, 2010.
    • Eine der unmittelbarsten Primärquellen zum eigentlichen Thema Matrix Product Operator. Die Arbeit behandelt die systematische Konstruktion relevanter MPO-Familien, translationsinvariante Darstellungen, Zeitentwicklungsoperatoren und Hamiltonoperatoren mit langreichweitigen Wechselwirkungen. Für eine wissenschaftliche Abhandlung eignet sie sich insbesondere als Quelle für Definition, Aufbau, Bond-Dimension und praktische Konstruktion von MPOs.
  • G. M. Crosswhite, D. Bacon: Finite automata for caching in matrix product algorithms, Physical Review A 78, 012356, 2008.
    • Diese Arbeit liefert eine besonders nützliche konzeptionelle Sicht auf MPOs: Operatoren werden mit gewichteten endlichen Automaten in Verbindung gebracht. Damit lässt sich nachvollziehen, wie virtuelle MPO-Indizes Operatorpfade kodieren und wie aus lokalen Regeln ein globaler Operator entsteht. Die Quelle ist besonders wertvoll für die Erläuterung der Automateninterpretation von MPOs und der systematischen Konstruktion lokaler Hamiltonoperatoren.
  • I. P. McCulloch: From density-matrix renormalization group to matrix product states, Journal of Statistical Mechanics: Theory and Experiment, P10014, 2007.
    • McCulloch beschreibt den Übergang von der klassischen DMRG-Formulierung zur modernen MPS-Sprache und behandelt dabei auch die Darstellung des Hamiltonoperators innerhalb der Matrix-Product-Struktur. Die Arbeit ist für die Einordnung von MPOs in DMRG-Algorithmen, für Symmetrien und für die praktische MPS-MPO-Rechnung besonders relevant.
  • U. Schollwöck: The density-matrix renormalization group in the age of matrix product states, Annals of Physics 326, 96–192, 2011.
    • Diese umfassende Übersichtsarbeit gehört zur Standardliteratur moderner MPS- und DMRG-Verfahren. Sie eignet sich besonders für die mathematische und algorithmische Einbettung von MPOs, die Berechnung von Erwartungswerten, effektiven Hamiltonoperatoren, Tensor-Kontraktionen und die Verbindung zwischen MPS und DMRG. In einer Abhandlung kann sie als zentrale Grundlagenreferenz für den methodischen Kontext verwendet werden.

Spezialisierte Arbeiten zu MPO-Konstruktion und Kompression

  • C. Hubig, I. P. McCulloch, U. Schollwöck: Generic construction of efficient matrix product operators, Physical Review B 95, 035129, 2017.
    • Diese Arbeit ist für die praktische MPO-Konstruktion besonders wichtig. Sie behandelt MPO-Arithmetik und mehrere Verfahren zur Reduktion unnötig großer Bond-Dimensionen, darunter SVD-basierte Kompression, Deparallelisierung und Delinearisierung. Sie eignet sich als Spezialliteratur für Abschnitte über automatisierte MPO-Konstruktion, Kompression und die effiziente Darstellung komplexer Hamiltonoperatoren.
  • F. Fröwis, V. Nebendahl, W. Dür: Tensor operators: Constructions and applications for long-range interaction systems, Physical Review A 81, 062337, 2010.
    • Die Arbeit untersucht Tensor-Netzwerk-Darstellungen von Operatoren mit besonderem Schwerpunkt auf langreichweitigen Wechselwirkungen. Sie zeigt explizite MPO-Konstruktionen für Vielteilchen-Hamiltonoperatoren und diskutiert Möglichkeiten zur Verringerung der notwendigen Tensor- beziehungsweise Bond-Dimension. Für die Behandlung nichtlokaler Wechselwirkungen und die Grenzen kompakter MPO-Darstellungen ist sie eine zentrale Spezialquelle.

Spezialisierte Arbeiten zu Zeitentwicklung und Dynamik

  • S. Paeckel, T. Köhler, A. Swoboda, S. R. Manmana, U. Schollwöck, C. Hubig: Time-evolution methods for matrix-product states, Annals of Physics 411, 167998, 2019.
    • Diese umfangreiche Übersichtsarbeit vergleicht wichtige Verfahren zur Zeitentwicklung von Matrix Product States. Besonders relevant für MPOs ist die Behandlung MPO-basierter Zeitentwicklungsoperatoren neben TEBD, Krylov-Verfahren und TDVP. Sie kann in einer Abhandlung für Echtzeitentwicklung, Fehlerquellen, numerische Skalierung und den Vergleich verschiedener Evolutionsverfahren eingesetzt werden.

Spezialisierte Arbeiten zu Dichtematrizen und offenen Quantensystemen

  • F. Verstraete, J. J. García-Ripoll, J. I. Cirac: Matrix Product Density Operators: Simulation of Finite-Temperature and Dissipative Systems, Physical Review Letters 93, 207204, 2004.
    • Diese frühe Schlüsselarbeit überträgt das Matrix-Product-Konzept auf Dichteoperatoren und führt zentrale Ideen für die Simulation gemischter Zustände, endlicher Temperaturen und dissipativer Systeme ein. Sie ist besonders für die Abgrenzung zwischen allgemeinen MPOs und Matrix Product Density Operators sowie für Purification und imaginäre Zeitentwicklung relevant.
  • M. Zwolak, G. Vidal: Mixed-State Dynamics in One-Dimensional Quantum Lattice Systems: A Time-Dependent Superoperator Renormalization Algorithm, Physical Review Letters 93, 207205, 2004.
    • Die Arbeit behandelt die Dynamik gemischter Zustände in eindimensionalen Quantengittern und verbindet Superoperator-Renormierung mit zeitabhängigen Tensor-Netzwerk-Verfahren. Sie ist eine wichtige Ergänzung für Abschnitte über Dichteoperatoren, Liouvillian-Dynamik, offene Quantensysteme und die Rolle der Operatorverschränkung.

Hintergrundliteratur zu Tensor-Netzwerken und Verschränkungsstruktur

  • R. Orús: A practical introduction to tensor networks: Matrix product states and projected entangled pair states, Annals of Physics 349, 117–158, 2014.
    • Die Arbeit bietet einen gut zugänglichen, zugleich fachlich belastbaren Einstieg in Tensor-Netzwerke. Sie ist insbesondere hilfreich, um MPOs in den größeren Zusammenhang von MPS, PEPS, Bond-Dimension, Tensor-Kontraktion und quantenmechanischer Verschränkung einzuordnen. Für die Abhandlung eignet sie sich als Hintergrundquelle für die konzeptionellen Grundlagen.
  • J. I. Cirac, D. Pérez-García, N. Schuch, F. Verstraete: Matrix product states and projected entangled pair states: Concepts, symmetries, theorems, Reviews of Modern Physics 93, 045003, 2021.
    • Diese moderne Review behandelt die mathematische Struktur von Matrix-Product- und Projected-Entangled-Pair-Ansätzen, einschließlich Symmetrien, Transferoperatoren, Verschränkung und fundamentaler Theoreme. Obwohl der Schwerpunkt auf Zuständen liegt, liefert sie wichtige theoretische Grundlagen für das Verständnis virtueller Indizes, Gauge-Freiheiten und Tensor-Netzwerk-Strukturen, auf denen MPOs aufbauen.

Bücher und Monographien

Bücher und monographische Darstellungen sind vor allem für die systematische Herleitung der mathematischen und numerischen Grundlagen hilfreich. Für Matrix Product Operators sind dabei nicht nur spezialisierte Tensor-Netzwerk-Texte relevant, sondern auch Werke über numerische Tensordarstellungen und Quanteninformation. Die folgenden Titel ergänzen die Primärliteratur um zusammenhängende Darstellungen und eignen sich besonders für Definitionen, methodische Grundlagen und weiterführende Erklärungen.

Monographien zu Tensor-Netzwerk-Verfahren

  • S. Montangero: Introduction to Tensor Network Methods: Numerical simulations of low-dimensional many-body quantum systems, Springer, 2018.
    • Die Monographie bietet eine systematische Einführung in numerische Tensor-Netzwerk-Verfahren für niedrigdimensionale Quantensysteme. Sie verbindet lineare Algebra, Renormierungsverfahren, MPS und Anwendungen auf Gleichgewichts- und Nichtgleichgewichtssysteme. Für eine MPO-Abhandlung ist sie besonders als methodische Hintergrundliteratur zu DMRG, Tensor-Kontraktionen und Vielteilchensimulationen geeignet.
  • S.-J. Ran, E. Tirrito, C. Peng, X. Chen, L. Tagliacozzo, G. Su, M. Lewenstein: Tensor Network Contractions: Methods and Applications to Quantum Many-Body Systems, Lecture Notes in Physics 964, Springer, 2020.
    • Dieses Werk konzentriert sich auf die mathematischen und algorithmischen Aspekte von Tensor-Kontraktionen. Es ist besonders nützlich für Abschnitte über Rechenkomplexität, Kontraktionsreihenfolgen, niedrig-rangige Darstellungen und die numerische Umsetzung von Tensor-Netzwerken. Für MPOs liefert es den notwendigen Kontext, um den Übergang von formalen Tensorprodukten zu effizienten numerischen Algorithmen zu verstehen.

Mathematische Hintergrundliteratur zu Tensorzerlegungen

  • W. Hackbusch: Tensor Spaces and Numerical Tensor Calculus, 2. Auflage, Springer, 2019.
    • Hackbuschs Monographie behandelt Tensorräume, Tensorapproximationen und Matrix-Product-Systeme aus numerisch-mathematischer Sicht. Sie ist besonders wertvoll, wenn die MPO-Darstellung nicht nur physikalisch, sondern auch als niedrig-rangiges Tensorformat eingeordnet werden soll. Themen wie Tensorisierung, Rangreduktion und numerische Tensoroperationen ergänzen die physikalische MPO-Literatur um eine mathematisch präzise Perspektive.

Standardwerke zur Quanteninformation

  • M. A. Nielsen, I. L. Chuang: Quantum Computation and Quantum Information, 10th Anniversary Edition, Cambridge University Press, 2010.
    • Das Standardwerk behandelt zwar MPOs nicht als Hauptthema, liefert aber die grundlegende Sprache der Quanteninformation, die für Tensor-Netzwerke wesentlich ist: zusammengesetzte Hilberträume, Dichtematrizen, Quantenschaltungen, Quantenkanäle, Verschränkung und Operatorformalismus. Es eignet sich deshalb als Hintergrundquelle für die quanteninformationstheoretische Einordnung von MPOs.

Vorlesungsnotizen und Monographie-nahe Ressourcen

  • J. C. Bridgeman, C. T. Chubb: Hand-waving and interpretive dance: an introductory course on tensor networks, Journal of Physics A: Mathematical and Theoretical 50, 223001, 2017.
    • Diese ausführlichen Vorlesungsnotizen führen schrittweise in Tensornotation, MPS, Tensor-Netzwerk-Algorithmen und Verschränkungsstrukturen ein. Sie eignen sich insbesondere als didaktische Ergänzung, wenn Begriffe wie virtuelle Indizes, Bond-Dimension, Gauge-Freiheit oder Tensor-Kontraktion im MPO-Kontext verständlich hergeleitet werden sollen.
  • G. Evenbly: A Practical Guide to the Numerical Implementation of Tensor Networks I: Contractions, Decompositions, and Gauge Freedom, Frontiers in Applied Mathematics and Statistics 8, 806549, 2022.
    • Diese methodisch orientierte Arbeit konzentriert sich auf die praktische numerische Umsetzung von Tensor-Netzwerken. Tensor-Kontraktionen, Faktorisierungen, SVD und Gauge-Freiheiten werden systematisch behandelt. Damit ist die Quelle besonders geeignet, um die Implementierungs- und Kompressionsaspekte eines MPO über die rein formale Definition hinaus zu erläutern.

Online-Ressourcen und Datenbanken

Online-Ressourcen sind bei Matrix Product Operators in zwei unterschiedlichen Funktionen wichtig: Einerseits ermöglichen wissenschaftliche Datenbanken die Recherche nach Primär- und Folgeliteratur, andererseits dokumentieren spezialisierte Tensor-Netzwerk-Plattformen konkrete MPO-Konstruktionen und deren numerische Implementierung. Softwaredokumentationen sollten in einer wissenschaftlichen Abhandlung nicht die Primärliteratur ersetzen, sind jedoch besonders wertvoll für reproduzierbare numerische Verfahren und praktische Beispiele.

Lern- und Forschungsplattformen

  • TensorNetwork.org: Matrix Product Operator (MPO), fortlaufend aktualisierte Fachressource.
    • Die Plattform bietet eine kompakte Definition von MPOs und ordnet sie in die allgemeine Tensor-Netzwerk-Sprache ein. Sie ist insbesondere für Diagrammnotation, Indexstruktur, MPS-MPO-Beziehungen und weiterführende Algorithmen geeignet. Für eine Abhandlung sollte sie als ergänzende Lern- und Recherchehilfe und nicht als Ersatz für begutachtete Primärliteratur verwendet werden.
  • TensorNetwork.org: Review Articles & Learning Resources, fortlaufend aktualisierte Literatursammlung.
    • Diese Ressource bündelt etablierte Übersichtsarbeiten, Lehrtexte und methodische Veröffentlichungen zu MPS, MPO, DMRG und anderen Tensor-Netzwerk-Verfahren. Sie eignet sich zur Erweiterung der Literaturbasis und zum Auffinden weiterführender Originalarbeiten zu speziellen MPO-Anwendungen.

Softwaredokumentationen für praktische MPO-Berechnungen

  • ITensorMPS.jl Documentation: MPS and MPO, ITensor Project.
    • ITensor gehört zu den etablierten Softwareumgebungen für MPS-, MPO- und DMRG-Rechnungen. Die Dokumentation zeigt Konstruktoren, Operator-Summen, Erwartungswerte, MPO-MPS-Anwendungen und konkrete DMRG-Beispiele. Sie ist besonders sinnvoll für die praktische Umsetzung der in der Abhandlung beschriebenen MPO-Strukturen und für reproduzierbare numerische Beispiele.
  • TeNPy Documentation: Matrix Product Operator Module, Tensor Network Python.
    • TeNPy dokumentiert MPOs sowohl als Datenstruktur als auch im Zusammenhang mit Hamiltonoperatoren, DMRG und Zeitentwicklung. Besonders nützlich ist die explizite Darstellung von virtuellen MPO-Indizes, Identitätskanälen und graphbasierten MPO-Konstruktionen. Die Dokumentation eignet sich für Implementierungsdetails und zur Überprüfung konkreter Modellkonstruktionen.
  • quimb Documentation: MatrixProductOperator, quimb Tensor Network Library.
    • quimb stellt eine allgemeine Tensor-Netzwerk-Bibliothek mit direkter Unterstützung von Matrix Product Operators bereit. Die Dokumentation ist insbesondere für programmatische MPO-Konstruktion, Manipulation, Kontraktion und den Vergleich mit anderen Tensor-Netzwerk-Implementierungen hilfreich.

Wissenschaftliche Literaturdatenbanken

  • arXiv: Open-Access-Preprint-Archiv für Physik, Mathematik und Quanteninformation.
    • arXiv ist für MPO-Forschung besonders relevant, weil neue Tensor-Netzwerk-Verfahren häufig bereits vor der endgültigen Journalveröffentlichung als Preprint verfügbar sind. Für eine wissenschaftliche Abhandlung sollte nach Möglichkeit zusätzlich geprüft werden, ob zu einem Preprint inzwischen eine begutachtete Journalversion existiert.
  • INSPIRE: Wissenschaftliche Literatur- und Zitationsdatenbank für Physik.
    • INSPIRE eignet sich zur Suche nach Veröffentlichungen, Autoren, Preprints, DOI-Daten und Zitationsbeziehungen. Für Tensor-Netzwerk-Themen mit Überschneidungen zu Quanteninformation, Vielteilchenphysik und mathematischer Physik bietet die Datenbank eine zusätzliche Möglichkeit zur Überprüfung bibliographischer Angaben und zur Verfolgung weiterführender Literatur.

Fachjournale und Verlage

  • American Physical Society: Physical Review A, Physical Review B, Physical Review Letters und Reviews of Modern Physics.
    • Die Journale der American Physical Society enthalten zahlreiche grundlegende und spezialisierte Arbeiten zu Tensor-Netzwerken, DMRG, MPO-Konstruktionen, Quantendynamik und offenen Quantensystemen. Die Plattform ist für die Prüfung von Originalversionen, bibliographischen Daten und DOI-Zuordnungen besonders geeignet.
  • Springer Nature: Bücher, Lecture Notes und Fachliteratur zu Tensor-Netzwerken und numerischer Quantenphysik.
    • Springer veröffentlicht mehrere einschlägige Monographien und Lecture-Notes-Bände zu Tensorrechnung, Vielteilchenphysik und numerischen Tensor-Netzwerk-Verfahren. Die Plattform eignet sich insbesondere zur bibliographischen Überprüfung von Büchern und zur Vertiefung mathematischer Grundlagen.